Ich
ehemaliger Maschinenschlosser. Ich fing im Jahr 2001 damit an, den leichtesten Carbonrahmen der Welt zu entwickeln. CfK als Material für Fahrradrahmen war zu diesem Zeitpunkt noch recht "exotisch", besonders bei den Mountain- bikes. Nur einige größere Hersteller hatten CfK-Rahmen im Programm, und diese waren, wenn überhaupt, nur wenig leichter als leichte Aluminiumrahmen. Von Anfang an stand für mich fest, dass ich Rahmen nur individuell und maßgeschneidert bauen wollte, nicht in Standard-Größen, die dem Fahrer passen können, aber nicht immer das Optimum in der Geometrie darstellen. So verbrachte ich die ersten Jahre damit, Berechnungen anzustellen, Fertigungsverfahren zu verfeinern, und Maschinen zu bauen. Ein weiterer Punkt meiner Philosphie war und ist es, nichts "aus der Hand" zu geben. Herstellung der Rohre, Fräsen der Gehrungen, Fertigung der Anbauteile (Lagerschalen, Ausfallenden etc.), und das finale Zusammenfügen zum Gesamtkunstwerk, alles geschieht durch mich. Im Laufe der Jahre zeigte sich, dass CfK für Fahrradrahmen mehr und mehr an Bedeutung gewann. Fast jeder Hersteller hatte plötzlich einen oder mehrere Carbonrahmen im Angebot, oft nur gelabelte Einheitsware aus fernöstlichen Fabriken, einige Hersteller entwickelten aber selbst und zeigten Modelle mit - für den Kunden - erstaun- lich niedrigem Gewicht. War ich damit unter Zugzwang? Zum Glück nicht. Aber es hat einen Vorteil: Die Akzeptanz des Materials Carbon beim Kunden steigt, sei es durch schiere Gewöhnung, oder durch positive Erfahrungen und Testergebnisse.
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